Noch eine Zigarette

Noch eine Zigarette, dann bin ich weg.
Ich zünde sie an, inhaliere und lasse den Qualm wieder langsam frei.
Seltsame Tage regen zum Denken an. Es sind die Tage, die man im Kopf verbringen möchte. Isoliert und abgeschlossen und davor geschützt, soziale Kontakte pflegen zu müssen.
Ein weiterer Zug.
Leben erscheint mir doch recht überbewertet. Es sollte regnen.
Vielleicht ja morgen, damit ich wieder aufgeben kann.
Ich spüre das Nikotin in meinem Körper. Es beruhigt, es zerstört. Noch ein paar Züge.
Der Kampf ist noch lange nicht gewonnen. Meine Finger bilden Worte auf der Tastatur, mit jedem Wort wird mein Kopf leerer. Es ist wie die Unordnung auf dem Tisch. Ich lade sie aus meinem Kopf auf den Tisch, lasse das Chaos endlich aus mir heraus. Dennoch bleibt es präsent.
Ein Zug, der letzte.
Die wirren Worte ergeben keinen Sinn, weder hier, noch in mir.
Der Aschenbecher qualmt, die Zigarette ist beinahe aus, sie erlischt allmählich. Noch einmal in den Spiegel gucken, ob das Lächeln stimmt und die Haare liegen. Ich werde nun meine Jacke anziehen, meine Schuhe zubinden, die Tür hinter mir zuziehen und die wenigen Stunden des Tages, die mir noch bleiben, vertrödeln.

Der Schreiber

15.10.08 17:05

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