Der Ewige Trott

Als der Himmel vor einigen Tagen noch keine graue Decke darstellte, wagte ich einen Spaziergang. Diese ebenso sinnfreie, wie entspannende und wohltuende Weltenwanderung kostete mich drei Stunden meiner Lebenszeit.
Zeit ist Geld?
Darauf pfeife ich erstmal gepflegt.
Ich finde nichts verwerfliches daran, nicht ständig zu eilen, hetzen, rennen. Stillstand bedeutet zwar Tod, doch ich platziere meinen, von weltlichem Reichtum verwöhnten Hintern trotzdem gerne mal im Dreck, auf einer Stelle. Ich setze mich für einige Augenblicke hin und lasse die Zeit verstreichen, lasse euch vorbeirennen. Ich sehe, wie ihr dabei stolpert und woran ihr versagt. Mit diesem Wissen richte ich mich wieder auf und überhole euch in einem Tempo, das einem lagsamen Trott gleicht.
Und nun frage ich noch einmal: Was könnte denn so verwerflich sein an einer kurzen Pause, dass ums Verrecken penibel darauf geachtet wird, immer in Bewegung zu bleiben?
Bitteschön.

Außerdem kam mir bei diesem Spaziergang die Idee, auf Entdeckungstour in den Schallplattenregalen zu gehen. Immerhin sind die Massen an Weihnachtskosumenten momentan Zuhause und bereiten sich auf die Schlacht der
Silvestereinkäufe vor. Zum Glück nicht in der Musikabteilung.

Der Schreiber

30.12.07 13:32

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